Wenn die Liebe ………..
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Liebe aus Stroh
Wenn die Liebe aus Stroh ist ……….
Ja das war sein Lieblingsspruch von mir:
Wenn die Liebe aus Stroh ist, dann bre Liebe aus Stroh e oft hatte ich das damals sagen müssen. Thomas hat dieser Ausspruch so sehr gefallen. Er sagte immer: „Carola, dieser Spruch diese Worte kommen nicht von dir, sie kommen aus einer anderen Dimension. Sie wurden für uns geformt“
Wie in einem Film, lief plötzlich alles vor ihr ab. Sie konnte sich plötzlich an alles erinnern, wie durch Zauberhand.
Seine liebste Beschäftigung war über andere Dimensionen zu reden. Sie lagen oft stundenlang im Gras neben dem Reiterh Liebe aus Stroh während der Sommerferien arbeitete und starrten in den Himmel. Zählten die Sterne, zwischen einem Kuss oder einer langen Umarmung. Wer als erster bei tausend war sagte:
„Brennt“ und küsste den anderen. Es begann ein richtiger Wettlauf.
Thomas hatte aber auch oft unglaublich finstere Gedanken in sich. Da lief es Carola kalt über den Rücken, wenn er so eine Phase hatte. Nein nicht, dass sie sich bedroht fühlte, es machte ihr Angst was wohl hinter diesen Schleier der Tra
Liebe aus Stroh
en stecken möge. Er hat es ihr niemals erzählt.
Warum gerade jetzt. Warum kamen ihr gerade jetzt diese vielen Gedanken an ihre erste Liebe. Hing das auch mit diesem Torwächter zusammen. Thomas sprach doch immer von den anderen Dimensionen.
Im Jahr 1990, Carola war damals gerade 18 Jahre alt und arbeitete in den Sommerferien als Reitlehrerin in Neusiedl am See. Der Reiterhof „Sanfte Liebe“ lag in einer schönen Gegend am Übergang zur ungarischen Tiefebene. Der See ein
Liebe aus Stroh
elparadies. Störche, Reiher eine unwahrscheinliche Vielfalt an Vögel von g Liebe aus Stroh amen die Forscher um diese letzte Wildnis zu erkunden. Doch dann kam auch der Tourismus und mit ihm ging das Paradies zurück und überhand nahm die Tourismusindustrie.
Carola nahm dies alles nicht wirklich wahr. Sie liebte die Pferde. Was sie oft störte waren die Typen die glaubten Cowboys zu sein ohne vorher jemals ein Pferd gesehen zu haben. Außer im Fernseher vielleicht , John Wayne – Filme. Dann kamen Sie auf den Reiterhof, tranken Wein und mussten sich dann beweisen.
Nicht nur das sie immer mit diesen dummen Sprüchen konfrontiert wurde, Sie konnte sich ja wehren, aber die Pferde taten ihr leid. Es war eben der Nachteil wenn man in einem Tourismusunternehmen arbeitet. Abends versuchte sie die Pferde dann zu trösten. Ihnen die Beine mit kaltem Wasser zu waschen und noch einige andere arbeiten, für die sie nicht bezahlt wurde nahm sie auf sich. Doch es ging ihr leicht von der Hand. Schon nach zwei Wochen, kannte Sie fast alle kleinen Wehwehchen, der Dauerpferde. Sie wusste auch den einen oder anderen Trick, um die Pferde zu schonen wo es nur ging.
Dann kam Thomas. Er stand eines Abends in der Stalltür und sah ihr zu wie sie gerade aus dem Huf von Doris, eine Falbenstute, den Sand kratzte.
Stumm stand er da, Carola sah ihn eigentlich verkehrt, da sie durch Ihre Füße hindurch sehen musste um die Stalltür zu sehen. Eine komische Situation. Carola lachte diesen Typen an.
„He was machst Du da, Betriebsfremden ist der Zutritt verboten“ eine Aussage die sie am Tag hundert Mal sagen musste. Immer wieder gab es Leute die glaubten es wäre normal in den Pferdestall zugehen um dort die Pferde an zusehen. Doch dies war gar nicht so ungefährlich. Da die Pferde manchmal schlechte Laune hatten und schon bei einer unvorsichtigen Bewegung ausschlugen war auch schon mal ein Unfall passiert und ein dreijähriges Kind hat so ihr Augenlicht verloren. Man hatte Carola von diesem Unfall erzählt.
„Abendrot und Morgentau – wie weit seit ihr voneinander entfernt!“ war seine Antwort.
„Wie bitte?“ fragte Carola und drehte sich um damit sie ihn ganz sehen konnte. Er war so groß wie sie selbst. Hatte dunkle Jeans und eine Motorradlederjacke an. Dunkelblondes, dichtes Haar. Blaue Augen, ja sie konnte plötzlich seine blauen Augen sehen obwohl das Licht in seinem Rücken stand. Es fiel ihr gar nicht auf wie seltsam dies eigentlich war. Er stand nur zwei Meter von Ihr entfernt und sie fühlte einen leichten Schauer über ihren Rücken laufen.
„Abendrot und Morgentau – wie weit seit ihr voneinander entfernt!“ wiederholte er.
„Ja das hab ich auch verstanden, aber was soll das heißen?“ fragte Carola nochmals und kam dem Fremden langsam näher. Seine Augen leuchteten jetzt nicht mehr. Schade dachte sie. Dafür lachte er auf.
„Wollte damit nur sagen, dass ich dich näher kennen lernen möchte. Wenn du mal Zeit hast zwischen Hufe reinigen und ausreiten.“ Sagte es und ging weg. Er ging einfach weg. Was war das für ein seltsam fremder Typ.
Carola ging zurück zu Doris und machte ihre Arbeit fertig. Konnte sich aber nicht mehr konzentrieren. Sie wollte für heute einfach Schluss machen, es war ein langer Tag. Sie ist seit 4.30 Uhr auf den Beinen, da sie heute einen 6 Stunden Ritt in der Umgebung gemacht hatten. Eine Gruppe von 10 Reitern 6 Mädchen und 4 Jungs es war ein fröhlicher Ausflug. Vorher die Pferde versorgen, aufzäumen alles für den Ritt planen und danach zurückkommen und eine Reitstunden geben. Es schlauchte schon sehr dieser Job. An manchen Tagen war eine Arbeitszeit von 18 Stunden keine Seltenheit. Doch es machte Spaß und Carola wollte mit dem Geld das sie hier verdient ein eigenes Pferd kaufen. Sie hatte es schon geritten. Ihren Bethan.
Carola sah auf die Uhr, es war jetzt 19.30 Uhr. Ich werde noch einen Weißwein gespritzt auf der Terrasse trinken die Füße auf die Bank hoch legen und einfach ausatmen. Genau das richtige vorm schlafen gehen.
Carola verließ den Pferdestall, putzte sich das Stroh von der Jacke und aus dem Haar und ging Richtung Restaurant. Dort angekommen bestellte sie bei Franz dem Kellner ein Glas Spritzer weiß und setzte sich gleich damit auf die Terrasse.
Durch das Mückenlicht waren fast keine Plagegeister unterwegs. Hin und wieder dieses ekelhafte Geräusch, wenn eine Mücke ins Licht flog. Vom Restaurant hörte Sie leise die Musik. Die Sonne war gerade im Begriff hinter dem Horizont zu verschwinden. Es war noch hell genug. Nur die Venus leuchtete schon am Himmel. Auch der Mond stieg langsam über den Horizont. Vollmondnacht. Oje. Vollmond bedeutete für Carola einiges an herumwälzen bis sie einschlief man kann ruhig von Mondsüchtig sprechen. Fast wie ein Wehrwolf. UUUUUUUUUUUhaaaaaaaaa
„Heute ist Vollmond“ sagte eine Stimme hinter ihr. Diese Stimme kannte Carola. Sie drehte sich um. Da stand er wieder. Keine fünf Meter von ihr entfernt. Carola hatte ihn nicht gesehen als sie auf die Terrasse kam.
„Also du bist der, der aus dem Nichts kommt und in das Alles geht, stimmst“ sagte Carola und lachte dem Fremden freundlich zu. Sie konnte es nicht beschreiben aber da war ein so seltsames Gefühl in ihr, Geborgenheit, Vertrauen, Zuneigung. Sie kannte den Menschen ja gar nicht und trotzdem diese Gefühle.
„Was ist los mit dir schleichst du immer hier herum?“ Carola wollte endlich wissen was mit diesem Typen los war.
„Nur bei Vollmond – bin ein Wehrwolf und knapp vor der Verwandlung“ kam zurück.
„Gut du Wehrwolfanwärter, noch bist du ja nicht verwandelt da kannst du dich ruhig zu mir setzen. Ich gehe dann schlafen, wenn du dich verwandelst und herumläufst und heulst. Aber mach mir die Pferde nicht scheu. Bin schon seit 4.30 auf und möchte mich ein wenig ausschlafen. Morgen ist meinen freien Tag.“ Irgendwie kam ihr dieser Fremde seltsam vor, aber gleichzeitig hatte sie das Gefühl das da unglaublich viel Zärtlichkeit und Geborgenheit von ihm ausgeht. Es war einfach schön in seiner Nähe.
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