25. Juli 2005 – Carola
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Carola
Es war auf einer Firmenfeier. Sie war eingezwängt zwischen einen schwitzenden, fetten betrunkenen 1.90 Riesen der gleic Carola Chef war. Sein übler Mundgeruch war ihr erst in diesem Augenblick so ekelhaft zu Bewusstsein gebracht worden. Er stank nach diesem für ihn so typischen Geruch, Schnaps Bier und Zigarren. Es drehte Ihr den Magen, bei jedem schleimigen Wort das aus seinem Mund zu ihr herunter kam. Er drängte sie für andere unmerklich immer mehr zurück. Zurück an den Tresen. Neben Ihr stand Horwart. Horwart war ein eingebildeter junger Mann der ihr wissbegierig nachstellte. Ihr tausend Fr Carola Kopf warf nur um mit ihr sprCarola zu können. „Carola, wollten Sie mir nicht noch erklären wie das genau funktioniert mit dem Portscann in unserem Netzwerk? Ich habe mir da mal meine eigenen Gedanken gemacht. Das war aber nur eine harmlose Frage von Horwart. Horwart war von einem Jahr zu ihr in die Abteilung gekommen, bestimmt um sie zu überwachen. Niemals hätte Horwart auch nur einen Finger krumm gemacht ohne Sie, er war wie eines dieser Protokollprogramme von Windows, er zeichn
Carola
hritt von Ihr auf. Grade das sie noch alleine auf die Toilette gehen konnte. Er war in seinen Manövern so geschickt, dass sie genau wusste woher der Wind wehte. Wenn er auch nur halb so viel bezüglich Netzwerkarchitektur am Kasten hätte wie bei der Spionage hinter ihr her, keine seiner Fragen wäre ehrlich gewesen. So aber, gerade das machte Carola ja auch so zu schaffen, musste sie jede auch noch so simple Frage beantworten. HORWART hatte einfach die Angewohnheit keine Fragen zu
Carola
r die man hinweggehen konnte. Entweder trafen Sie einen so unverschämt oder man mus Carola lachen. Es war anstrengend. Doch Carola hatte sich vorgenommen diesem Mobbingversuch nicht zu unterliegen. Sie hatte viel harte Arbeit in diesen Job investiert. Warum sollte sie diesem dahergelaufenen Paul Kollumpki unterliegen. Paul Kollumpki ja, er war der Drahtzieher hinter dieser gemeinen Geschichte. Paul Kollumpki war nicht nur Personalchef bei SONTAS leider war Paul auch einmal ihr Geliebter gewesen. Für wenige Monate, bis Carola gemerkt hatte was Kollumpki für ein ekelhafter Mensch war. Nein er stank nicht ekelhaft aus dem Mund. Kollumpki war das was man einen Traummann bezeichnet. Groß, sportlich durchtrainiert, charmant, sprachbegabt gewandt in jeder Situation. Doch damals Sie gingen Hand in Hand am Hafen von Hamburg entlang, da kam ihnen ein junges Mädchen entgegen. Sie musste wohl drogensüchtig sein, denn sie wankte und fiel Kollumpki genau vor die Füße. Etwas Blut aus ihrer Nase benetzte Pauls Schuhe und Hose. Carola wollte sich gerade zu dem Mädchen runterbücken um nachzusehen was los war, plötzlich trat Paul auf das Mädchen ein. Carola konnte nur mit all ihrer Kraft Paul davon abhalten das Mädchen totzutreten.
„Paul, bis du verrückt?“ schrie Carola
„Lass mich, das ist doch nur Abfall“.
Carola stieß Paul weg, er stürzte so unglücklich, das er sich den Kopf anschlug und bewusstlos wurde. Carola rief über Ihr Handy die Polizei und in wenigen Sekunden war sie von mehreren Junkies umringt. Einer hatte die Nerven sie zu fragen ob Sie nicht ein paar Mark bei sich habe. Ab diesem Zeitpunkt wollte Carola nichts mehr von Paul wissen. Antwortete auf keine privaten Telefonanrufe und blieb im beruflichen Kontakt extra kühl und hoffte darauf, das Paul sich zurückziehen würde. Aber nein, der tat ganz genau das Gegenteil. Zog alle Register.
Jetzt auch noch dieses Mobbing über Horwart. Langsam glaubte sie auch daran, dass ihr Chef mit Paul unter einer Decke steckte. Wie sollte sie nur aus diesem Teufelskreis ausbrechen. Diese Gedanken gingen Carola durch den Kopf als sie plötzlich diese Stimme hörte.
Sanft und doch voll Kraft: „Hallo, Smaragd der Erschaffenen, es wird Zeit das Du Dich auf den Weg machst.“
Zu erst dachte Carola das es ein Scherz sein. Einer dieser dummen Scherze aus der technischen Abteilung von SONTAS. Man arbeitete dort immer an solch komischen Tricks. Fast wie im Labor von James Bond. Erst zu letzt hatte man ihr die neueste Schöpfung vorgeführt. Ein Lautsprecher der nicht anders aussah als ein Preisschild in einem Supermarkt auf einer Keksdose. Vielleicht 1 oder 2 cm groß mit diesem Ding konnte man ohne Probleme Radio hören. Warum also nicht auch als Lautsprecher verwenden um Ihr etwas ins Ohr zu flüstern.
Carola sah sich also um, ob sie vielleicht jemanden aus der technischen Abteilung sehen konnte, der dumm dreinschaut und sich innerlich vor lachen schüttelt. Aber es war niemand zu sehen. Wenigstens nicht jemand den Carola kannte.
„Smaragd der Erschaffenen, ich weiß das du dich wunderst woher die Stimme kommt. Vielleicht werde ich es Dir später mal erklären, aber jetzt ist es Zeit das Du Dich auf den Weg machst.“
Carola fragte sich, wohin wohl sollte ich mich auf den Weg machen, nach Hause, Sie hatte es ohnehin satt das dumme geschäftige Geschwätz.
„Nein, Du sollst noch nicht nach Hause, zumindest nicht in das nach Hause das Du glaubst dass Deines ist. Du sollst Dich auf den Weg machen um zu mir ins Myrrenreich zu kommen. Später wirst dann zu Hause sein. Aber es ist noch ein langer Weg“
Wer bist du, dachte Carola. Die Kommunikation lief über Ihre Gedanken, dies hatte sie inzwischen verstanden.
„Ich bin MARKGRAFCARDISTO, der Torwächter und ich freue mich schon sehr auf Dich“ sagte diese unglaublich gut klingende Stimme.
Der Torwächter, ich habe noch nie von Dir gehört, welches Tor bewachst Du? Dachte Carola.
„Du wirst es noch früh genug herausfinden, jetzt ist es Zeit das du losgehst.“
Wohin soll ich gehen, wollte Carola wissen.
„Fühle den Weg, schließ die Augen und fühle es.“
Carola schloss die Augen, dachte an nichts, blendete die dröhnende Musik aus. Sie hatte nur ein Gefühl in ihr, ich möchte zurück zu den Pferden.
„Du hast es, geh jetzt“ Aber wie. Mein Pferd ist längst gestorben, damals bei diesem fürchterlichen Unfall. Seit damals bin ich nicht mehr geritten, es ist zehn Jahre her. Ich kann dorthin nicht zurück.
Nichts, keine Antwort mehr. Das Gefühl der Geborgenheit, welches sie noch vor kurzem hatte war weg, es blieb nur dieses leise Summen im Hinterkopf, ein Summen wie von einem weit entfernten Schwarm Mücken. Leise aber doch deutlich auszumachen.
Mücken, damals am Strand des Neusiedler Sees. Plötzlich kam alles wieder vor Ihre Augen, als ob es gestern gewesen ist.
Die Mücken aber da war auch dieser, verdammt wie hieß er noch gleich. THOMAS, ja Thomas. Sie hatte ihn vergessen. Sie hatte ihre erste Liebe vergessen. Verdammtes Leben, wo bin ich hingeraten, dachte Carola. Thomas einfach vergessen, seine wundervollen blauen Augen, tief und rein wie eine Gebirgsquelle und gleichzeitig unglaublich voll Kraft und Ausstrahlung. Dieses verletzliche Lächeln. Die sanften Hände. Die Geborgenheit. Read the Book Carola!