Die beliebteste Textform der Blogger: Die Liste
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Die beliebteste Textform der Blogger ist die Liste
101 Dinge, die ein Wanderer wissen muss, 1000 Places To See Before You Die, 111 Gründe, Apple zu lieben… So lauten die Titel, die je länger desto mehr von Bücherregalen herunter und zum Lesen einladen und ebenso häufig auf Blogseiten zu lesen sind. Das sind Titel, die mehr oder minder ausführlich Listen beschreiben. Es sind Listen, welche Gründe für etwas aufzählen, Faktoren zusammenstellen, benötigte Gegenstände auflisten, Wünsche, Aufgaben, die es abzuarbeiten gilt (To-do-Listen) etc. etc.
Listen sind inzwischen zur beliebtesten Textsorte von Bloggern avanciert, und Buchautoren haben den Trend aufgenommen. Ob sie nun vom Kassenschlager „The Bucket List“ dazu angeregt wurden, der dazu animiert, seine Lebensträume aufzuschreiben, bevor man nicht mehr in der Lage ist, sie zu verwirklichen, oder ob der Jahreswechsel dazu beiträgt, an dem man ein offenes Ohr für neue Ideen in Kurzform hat, ist nicht bekannt. Offensichtlich ist, dass die Textform der Listen viele Vorteile hat.
Warum die Textform der Listen so beliebt ist
Es gibt viele Gründe für die Beliebtheit der Textsorte der Listen. Hier ist eine spontan hingekritzelte Aufzählung – eben eine Liste, eine ganz und gar unvollständige Liste.
- Listen sind übersichtlich
- Listen sind strukturiert
- Listen sind auf eine verdaubare Menge reduzierte Texte
- Das Herausfiltern einer Kernaussage erübrigt sich, da der Listentitel diese Aufgabe erfüllt
- Man kann sich eine Liste anhand der Zahl der Nennungen gut merken
- Listen wirken der Informationsüberflutung entgegen
- Eine Liste überfordert keinen Leser
- Listen sind Leser freundlich
- Die Aufzählung ist wie eine Zusammenfassung
- Eine Liste kann in Gesprächen zum entsprechenden Thema als Checkliste dienen
- Listen regen den Sammeltrieb an
- Zahlen haben etwas Magisches
- Listen entlasten das Gedächtnis
- …
Listen kitzeln den Sammeltrieb
Auf der Webseite www.bucketlist.org findet man eine Sammlung von über zwei Millionen Lebensziele von Menschen auf der ganzen Welt. Da wollen zum Beispiel 324 Menschen selber Pasta herstellen (wie das meine Nonna aus Graubünden vor 50 Jahren jeweils an den Nachmittagen in ihrem Tenn getan hat), und 174 haben diesen Wunsch bereits verwirklicht. 7986 Menschen träumen davon, die Nordlichter zu sehen, 396 haben sie bereits bestaunt. Klavier spielen lernen, Bungee Jumping, eine Flaschenpost verschicken, Blut spenden, Kite Surfing lernen sind weitere Lebenswünsche, die Menschen auf ihrer Bucket List vermerkt haben als etwas, das sie unbedingt noch erleben wollen, bevor sie sterben.
Und warum notieren sie sich diese Wünsche in einer Liste? Um sich selber daran zu erinnern, was ihnen wichtig ist? Um das andern mitzuteilen? Um sich zu bestätigen, dass man noch Grosses vor hat, wenn schon der Alltag nicht so grossartig ist? …
Die US-Autorin Sasha Cagen und Betreiberin des Blogs www.todolistblog.blogspot.com veröffenlticht Listen, die andere Menschen ihr zuschicken. Sie definieren darin zum Beispiel Ziele, die sie sich vor der Hochzeit setzen (Keine Schokolade mehr essen), sie listen ihre Songs für selbst gemachte Kassetten auf, oder sie notieren sich auf Listen die Möglichkeiten, wie man zu Geld kommen kann.
Blogbeiträge in Listenform
Hier ist eine kurze Liste von Blogbeiträgen aus meiner Feder, welche aus Listen bestehen und die Anwendung dieser beliebten Textsorte illustrieren:
- 22 kleine Dinge mit grosser Wirkung für ein glückliches Leben
- 10 Unforgettable Quotes by Jim Rohn
- 9 Gründe, um beim Launch von OneBiz.com dabei zu sein
- 7 radikale Tipps, um Ihrem Business zu EXPLOSIVEM Wachstum zu verhelfen
- 6 Hindernisse des kreativen Denkens und ihre Beseitigung
- 10+1 praktische Tipps für mehr Power im Alltag
Ich hoffe, dieser Artikel hat dich inspiriert dazu, für deine Blogbeiträge häufiger die Textsorte der Listen zu verwenden. Hast du uns weitere Anregungen dazu, so schreibe sie unten ins Kommentarfeld. Danke
– Mona Hasler